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Neues aus dem Waldkindergarten

Sommerfest der Tayoner

Sommerfest der Tayoner

Wir trafen uns an einem Donnerstag im Juni auf der Maiglerwiese und hörten dort die Geschichte vom ersten Tayoner, dem von der Sonne geküssten Löwenvolke und wie sie sich ihre Kaurimuscheln zurückholen wollten. Und das wollten wir nun auch, denn die Kaurimauscheln verleihen dem Menschen Mut, Stärke und Gesundheit! Also los ging´s. Auf unserem Platze angekommen staunten wir nicht schlecht. Hier war also Afrika! Schnell die Rucksäcke aufgehängt und Losgetanzt: Waka, Waka und Sawubona. Das machte ordentlich Laune und Hunger! Vom Tanze zum Frühstück mit unserem ersten Smoothiecocktail mit Zuckerrand, mmmmmh köstlich! Gut gestärkt durften die wilden 8 des Tayonervolkes den gefährlich Parcours eröffnen. Hinein ins Tücherlabyrinth, dann an den Lianen über die Schlucht, ins Boot hinein und ein Stück durch den Nil, aber vorsicht vor Krokodilen, nun noch durch den Schlangentunnel und über das Moor … ab hier mussten wir leise schleichen, denn schon in Sichtweite schlief der verstoßene und sehr hungrige Löwe, der jeden fressen würde, der ihm zu nahe kommt. Doch die Tayoner, clever und flink, warfen dem Löwen Leckerbissen ins Maul, so dass dieser abgelenkt war und ein Jeder sich seine Kaurimuschel zurückholen konnte. Das war aufregend und spannend! Alle Kinder haben es geschafft heile durch den Parcours zu kommen und alle sind belohnt worden, hihi! Nach diesem Abenteuer gönnten wir uns eine kleine Auszeit den Smoothiebar mit Blick auf den Dancefloor und afrikanischen Klängen – Herrlich! Nach einer kleinen Pause wurde zum Trommelkurs geladen. Nachdem die Hände den Rhythmus gefunden hatten blieben auch die Beine nicht lange still und der Parcours wollte erneut bestritten werden. So ging das Fest fröhlich, bewegend und mit Wassermelone und Maracujas zu Ende. Im Mittagskreis erzählten alle von ihren Erlebnissen und hielten triumphieren ihrer Kaurimuschel in die Höhe …

Musikründchen der Salamander

Musikründchen der Salamander

Wer mittwochs durch den Villewald spaziert und seine Ohren besonders gut spitzt, hört nicht nur die spielenden Kinder, sondern kann hier und da auch ein bisschen Musik wahrnehmen. Mal ist es ein Singen, mal ein Trommeln und Klatschen, mal ein Rasseln und manchmal auch alles gleichzeitig. Denn am Mittwoch ist bei den Salamandern nicht nur die Mitte der Woche, sondern auch Musikründchentag: Wenn im Laufe des Vormittages plötzlich ein Glöckchen erklingt, wissen die Salamander Bescheid – nicht das Christkind steht im Wald, sondern das Musikründchen beginnt. Etwas abseits vom Rest der Gruppe, treffen sich alle Kinder die Lust haben und machen sich zusammen auf die Reise. Gemeinsam lernen wir spielerisch die Welt der Töne und der Klänge kennen, hausen als Räuber von Toulouse hinter Büschen und Bäumen, begeben uns auf Klangsafari in ferne Länder, spielen Klangmemory und Stopptanz und haben vor allem ganz viel Zeit uns auszuprobieren. Denn Musikalität ist etwas Wertvolles, das in allen Menschen steckt. Ganz nebenbei werden auch die Motorik, das Miteinander und die Kommunikationsfähigkeit gefördert. Jedes Musikründchen endet mit einem Ausmalbild, einem Liedtext oder einer kleinen Bastelei, die jeder Salamander in seiner eigenen Musikründchenmappe sammelt und sich so immer wieder erinnern kann, welche musikalischen Abenteuer er schon erlebt hat.

Feuervogels Frühlingsgruß

 

Das Jahr ist angebrochen, in der Natur zeigen sich die ersten zarten Farben und im Wald künden Buschwindröschen und Scharbockskraut von der Kraft der Frühlingssonne. Was wäre geeigneter, als diese wundervolle Jahreszeit mit Musik und Tanz in der freien Natur zu begrüßen? Im Waldkindergarten Brühl e.V. wurde dazu für das öffentliche Frühlingsfest im vergangenen Jahr die Geschichte von „Feuervogels Frühlingsgruß“ erfunden sowie auf einfache Weise tänzerisch und künstlerisch umgesetzt. Als Mitmachtanz hat es allen Teilnehmern so viel Spaß gemacht, dass es zum Nachmachen einlädt. Dafür braucht man nicht viel, lediglich etwas Vorbereitungszeit, einfaches Bastelmaterial, passende Musik und Freude am gemeinsamen Gestalten.

Wie das genau gehen kann, erfahrt ihr hier:

  1. Einstimmen auf den Frühling durch Vorlesen der Geschichte
    „Feuervogels Frühlingsgruß“

Feuervogels Frühlingsgruß

Vor langer Zeit erwachte jedes Jahr im Frühling, wenn die Sonne die Erde nach dem Winterschlaf erwärmt, ein seltsamer, wunderschöner Vogel aus seinen Träumen. Man nannte ihn den Feuervogel. Der Feuervogel hatte die besondere Aufgabe, der Natur dabei zu helfen, den Frühling auf unsere Welt zu bringen. Das machte er, indem er mit seinen weiten, kunterbunten Schwingen, die in der Frühlingsluft wie tausend Silberglöckchen klangen, über die Wiesen, Wälder und Felder flog. Alle Pflanzen, die noch unter der Erde schliefen oder in festen Knospen verharrten, erwachten bei diesem Klang und entfalteten ihre zarten Blätter und Blüten.

Es gab jedoch in dieser Zeit auch einen mächtigen Zauberer, welcher den Frühling überhaupt nicht mochte. Er verabscheute alles Bunte und duftende Blumen konnte er schon mal gar nicht leiden, denn davon musste er fürchterlich nießen, Haaaatschiii! Sein Name war Zauberer Muffelfritz und er hatte sich einen niederträchtigen Plan überlegt, wie er es verhindern konnte, dass es Frühling wird. Er fing den Feuervogel und sperrte ihn in einen gläsernen Käfig. Außerdem verzauberte er ihn, indem er die bunten Farben von seinem Federkleid verschwinden ließ. Damit konnte der Feuervogel nun endgültig nicht mehr über Wiesen, Wälder und Felder fliegen und den Frühling wecken. So musste es also immer Winter bleiben. Zauberer Muffelfritz freute sich und rieb sich vor Schadenfreude die Hände:

„Hahaha, endlich ist es vollbracht,
für immer kalte Winternacht,
der Feuervogel fliegt nicht mehr,
die Wiesen bleiben öd` und leer!“

Doch der Zauberer hatte nicht mit den Kindern gerechnet, die den Feuervogel vermissten und auf die leuchtenden Frühlingsfarben in den Wiesen, Wäldern und Feldern warteten.

Sie wollten dem Feuervogel helfen und überlegten, dass sie genauso wie er sein wollten und damit den Frühling wecken und den Feuervogel aus der Macht des Zauberers befreien könnten. Sie zogen sich also ihre leuchtend bunten Sachen an, einige bastelten auch Feuer- und Luftkronen und gemeinsam tanzten sie die schönsten Frühlingstänze, dass die Luft wirbelte und sich wie ein buntes Band in den Himmel erhob.

Als der Zauberer Muffelfritz die Farben am Himmel sah und die fröhlichen Klänge vom Tanzen hörte, verlor er alle seine Zauberkraft und ward nie mehr gesehen. Der gläserne Käfig, in welchem der Feuervogel gefangen saß, zersprang und in dem gleichen Moment war auch das bunte Federkleid wieder da. Der Feuervogel stieß einen fröhlichen Schrei aus und erhob sich in die Luft. Endlich konnte er wieder über die Wiesen, Wälder und Felder fliegen und den Frühling mit seinen silberhellen Glöckchen wecken. Und wenn man genau hinhört, dann kann man auch heute noch ab und zu den Frühlingsgruß vom Feuervogel hören; hört gut hin…

  1. Basteln von Feuer- und Luftkronen

Materialien:
a) Feuerkrone
Rotes, organgenes oder gelbes Tonpapier,
breites Gummiband in Meterware oder einfache Stirnbänder,
Heißkleber,
rote, orangene oder gelbe Federn, ggf. mit Goldglitzer

b) Luftkrone                                                                        
hellblaues oder weißes Tonpapier,
breites Gummiband in Meterware oder einfache Stirnbänder,
Heißkleber,
blaue, weiße oder graue Federn,
ggf. Silber-Glitzer

Bastelanleitung:
In ca. 16 cm breite und 6 – 8 cm hohe Tonpapierstreifen, von einer Seite mit
flammen-/wellenförmigen Einschnitten, schneiden. Die fertigen Streifen mit Glitzer und/oder Federn bekleben.
Anschließend mit Heißkleber auf ca. 35 – 40 cm langen Gummibandabschnitt kleben.

  1. Basteln von luftigen Armbändern

Materialien:
1 cm breites Seidenband in rot, gelb, orange, weiß
dünnes Gummiband in Meterware

Bastelanleitung:
Das Gummiband in ca. 15 cm lange Abschnitte schneiden, die Seidenbänder in ca.
40 cm lange Abschnitte schneiden.
In gemischter Farbenzusammenstellung an je ein Gummiband 3 Seidenbänder knoten.

  1. Gemeinsames Hören des Feuervogel-Tanzes
    (Mozart, Three German dances, K605: Nr. 3 in C)

Vertiefen kann man die Aufmerksamkeit beim Zuhören, indem ein/e Erzieher*in
die Musik vereinfacht angelehnt an die Geschichte an einigen Stellen spannend kommentiert.
Zum Beispiel zu Beginn des Stücks: „Der Feuervogel schläft noch, doch nun wird er wach und sieht sich nach allen Seiten um, dann steht er auf und hopst auf noch wackeligen Beinen ein Stück vorwärts..“ usw. Auch kann man in der Musik die
„silberhellen Glöckchen“ des Feuervogels gut erkennen und zum Beispiel die Kinder danach fragen und um ein Zeichen bitten, sobald sie sie hören.

  1. Basteln von einfachen Glöckchenbändern

Wurden die „silberhellen Glöckchen“ in der Musik erkannt, bietet es sich an, einfache
Glöckchenbänder mit den Kindern zu basteln. Dazu benötigt man lediglich Wollfäden und Glöckchen und knotet ca. 3 – 6 pro Band in ca. 4 cm Abständen aneinander.

  1. Darf ich bitten – wir tanzen den Feuervogel-Tanz

Tanz zur Musik von Mozart „Three german dances, K605: No. 3 in C“

Choreographie (mit Begleitung/Ansagen von 2 Erzieherinnen):

Es gibt einen Innen- und einen Außenkreis, je begleitet von einer Erzieherin. Im Innenkreis steht eine schöne Schale mit den Glöckchenbändern. Alle hocken im Kreis, ein/e Erzieher*in erklärt, dass der Frühling ist noch nicht da ist und der Feuervogel noch schläft.

Sobald die Musik losgeht, wacht der Feuervogel auf und sieht sich um. Alle Kinder machen die Bewegungen mit.

0-5 Sek.
Feuervogel erwacht und sieht sich um.
Alle hocken, 2 x abwechselnd nach rechts und links schauen
06 – 10 Sek.
mit rechtem und linkem Arm abwechselnd vor- und zurückschwingen
11 – 15 Sek.
während des Aufstehens wieder 2 x nach rechts und links schauen
16 – 20 Sek.
wieder mit den Armen vor- und zurückschwingen
21 – 23 Sek.
mit Hüpfschritten zur Kreismitte gehen und
24 – 26 Sek.
sich in der Kreismitte kurz voreinander verbeugen
27 – 30 Sek.
mit Hüpfschritten rückwärts zurück in den großen Kreis.
31 – 41 Sek.
Wiederholung von Hüpfschritten/Verbeugung in Kreismitte/Hüpfschritte zurück
42 Sek. – 1:06 Min.
an den Händen fassen und im Kreis gehen
1:07 Min. – 1:30 Min.
Richtungswechsel
1:31 – 1:41
Feuervogel fliegt.
Außenkreis: Auf der Stelle Schwingbewegungen mit den Armen vor und zurück
Innenkreis bildet sich, indem z. B. alle Kinder/Erzieherin mit Feuerkronen in der Kreismitte einen Innenkreis bilden.
1:42 – 2:01
Außenkreis: abwechselnd je 2 kleine Verbeugungen nach rechts und links, Hüpfschritte auf der Stelle
Innenkreis:  an den Händen fassen und im kleinen Kreis gehen.
2:02 – 2:11
Außenkreis: Wiederholung von Verbeugungen und Hüpfschritten auf der Stelle
Innenkreis: weiter im kleinen Kreis gehen; ggf. Richtungswechsel
2:12 – 2:31
Wind wird stärker.
Außenkreis auf der Stelle drehen und mit Armbändern „wirbeln“.
Innenkreis: klingende Glöckchen
2:32 – 3:02
Außenkreis an den Händen fassen und im Kreis gehen
Innenkreis: klingende Glöckchen und im Kreis gehen
3:03 – 3:17
Feuervogel schläft wieder.
Innenkreis:  Langsames Hinhocken, dann Hinlegen
Außenkreis: Etwas zeitversetzt zum Innenkreis hinhocken mit langsamen Vor/Zurückschwingen der Arme.

  1. Vorbereitung des Feuervogel-Plakates

Materialien:
Umzugskarton, ca. 120 x 80 cm,
weißes Papier, um es als Malgrundlage beidseitig auf den Karton zu kleben.
bunte Acrylfarben, Pinsel,
1 stabilen Ast, Paketband,
Falls das Plakat frei in der Luft am Baum schwingen soll:
Karabiner, Seilzug

Bastelanleitung:
Beidseitig auf das Plakat einen großen fantasievollen Vogel malen.
WICHTIG: Nur die Umrisse und evtl. den Körper in einer leuchtend kräftigen Farbe malen. Das Flügelinnere kann mit farbigen Handabdrücken der Kinder nach dem gemeinsamen Tanzen ausgefüllt werden.

  1. Umsetzungsarten

Nun sind alle Vorbereitungen getroffen und man kann überlegen, in welcher Form „Feuervogels Frühlingsgruß“ umgesetzt wird.

Mitmachtanz
Bei unserem öffentlichen Frühlingsfest wurde es als Mitmachangebot umgesetzt.

Vorbereitungen:
Im Kindergartenalltag wird ein bis zwei Wochen vor dem Fest die Geschichte besprochen, ein Gefühl für die Musik vermittelt und in Ansätzen die Tanzchoreographie erarbeitet. Außerdem können die Kronen und Arm/Glöckchenbänder gemeinsam mit den Kindern gebastelt werden.
Wer Lust hat, bastelt gleich zwei oder mehr, damit für die Gäste beim Frühlingsfest welche zur Verfügung stehen.

Das Feuervogel-Plakat haben bei uns die Erzieherinnen allein vorbereitet, damit es beim Fest auch noch zusätzlich zu der bekannten Geschichte, Tanz und Musik etwas Neues für die Kindergartenkinder zu gucken gab.

Ablauf beim Fest:
Das Plakat wird im Baum aufgehangen und zunächst noch unauffällig am Stamm befestigt. Zu drei festen Zeiten, an denen das Mitmachangebot stattfinden soll, wird es dann vom Baumstamm gelöst, sodass es freischwebend einen echten Hingucker und das Signal zum Start des Angebotes bietet.

Unmittelbar neben dem Tanzplatz werden zwei mit Sand gefüllte Eimer aufgestellt, in welcher aus Ästen eine kleine „Garderobenstange“ gebaut wird. An dieser hängen die Feuer- und Luftkronen.

Eine Musikanlage wird bereitgestellt. Bei uns war es eine große Box mit Bluetooth/Spotify vom Handy.

Ein/e Erzieher*In moderiert den Ablauf, indem sie die Teilnehmer*Innen bittet, sich Kronen zu nehmen und in einen Innen- und Außenkreis zu hocken. Dann wird die Geschichte vom Feuervogel erzählt und anschließend gemeinsam zur Musik Feuervogels Tanz umgesetzt.Nach Tanzende bietet ein/e Erzieher*In allen Teilnehmer*Innen an, gemeinsam den „Feuervogel“ (Plakat) landen zu lassen und die Flügel mit Handabdrücken bunt zu gestalten.Dazu werden die Handinnenflächen mit Wasserfarben angemalt und pro Teilnehmer*In ein Handabdruck in die Flügel des Feuervogels gesetzt.

Da die Teilnehmeranzahl bei unserem öffentlichen Frühlingfest sehr groß war, wurden mit den Handabdrücken noch „Hand-Blumen“ neben den Feuervogel gedruckt.

Einfaches Angebot
„Feuervogels Frühlingsgruß“ kann natürlich auch in einfacher Form im Kindergarten-alltag umgesetzt werden, zum Beispiel als Tagesangebot. Dann wird die Geschichte vorgelesen und anschließend gemeinsam zur Musik getanzt. Vorstellbar wäre ein großer Kreis und alle machen die gleichen Bewegungen des Außenkreises. Um den Tanz bunter und kreativer zu gestalten, können noch bunte Chiffontücher dazu genommen werden.

Tischtheater-Vorstellung
Man kann die Geschichte gemeinsam mit den Kindern auch als Tischtheateraufführung gestalten. Dazu wird die Geschichte in mehrere Teile eingeteilt und einzelne Kindergruppen können zu jedem Teil Bilder malen. Auszüge aus der Musik können passend zur Erzählung mit dem Tischtheater abgespielt werden.

Dieser Artikel von Sigrun Behnke ist im Lagert Verlag in der Zeitschrift Begeisterung für Musik erschienen.

 

 

 

Überraschung aus dem Max-Ernst-Museum

Kurz vor Weihnachten leuchtete das historische Archivgebäude am Brühler Schloss in bunten Farben. Brühler Kinder waren aufgerufen, das Gebäude mit einem „neuen Anstrich“ zu beleben, indem sie selbst gemalte Bilder einreichten. Die fast 300 eingereichten Bilder wurden dann im Wechsel auf das Gebäude projiziert. An der Aktion beteiligten sich auch die Kinder aus dem Waldkindergarten, die in ihren Kleingruppen fantastische und farbenfrohe Szenen für die Hauswand entwarfen. Dem Max-Ernst-Museum Brühl gefiel die Mal-Aktion so gut, dass das Team kurzerhand per Zufallsziehung einen Workshop-Gutschein verloste. Die fröhliche Gewinnerin ist ein Mädchen aus dem Waldkindergarten, Herzlichen Glückwunsch!

Adventskalender am Rathaus

Am Brühler Rathaus leuchtet zum Advent jeden Tag ein Fenster. Für jedes der 24 Fenster hatten Kindergartenkinder aus Brühl ein selbstgestaltetes Fensterbild eingereicht. So auch die beiden Kindergartengruppen „Molche“ und „Salamander“ des Brühler Waldkindergartens e.V.. Auf dem Bild der „Molche“ versammeln sich Waldtiere um einen nächtlichen Zauberbaum, in dessen Wurzeln sich ein paar freche Zwerge tummeln. Die „Salamander“ ließen einen wunderschönen Weihnachtsbaum aus vielen kleinen Transparent-Papier-Schnipseln leuchten

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Adventsgeschenk

Zur Adventszeit fanden die Kinder eine kleine Überraschung in ihren Fächern: leuchtend rote Trinkflaschen. Die Spende kam von der Kreissparkasse Brühl, die den Kindergarten schon öfter mit Geld- und Sachgeschenken bedacht hat.

Das etwas andere St. Martinsfest

„Wie schön das klingt, wenn jeder singt …“ Nicht abends, wenn es dunkel wird, aber dafür im frischen Morgentau und bei aufsteigender Sonne zogen die Kinder des Waldkindergarten Brühl in diesem Jahr mit Laternen durch den Ville-Wald. Nur ein paar Vögel und Eichhörnchen kamen in den Genuss dieses etwas anderen, aber sehr fröhlichen Martinsumzugs.

St. Martin ist eigentlich eines der beliebtesten Feste im Waldkindergarten Brühl. Natürlich war die Enttäuschung erstmal groß, als klar war, dass das große Martinsfest mit Eltern und Geschwistern in diesem Jahr ausfallen muss. Aber ganz absagen kam dann doch nicht infrage: Gemeinsam mit den Erzieherinnen bereiteten die Kinder ein etwas anderes – aber nicht weniger liebevolles – St. Martinsfest vor. Das Fest fand morgens in den beiden Gruppen getrennt und ohne Eltern statt.

Gerade für die Vorschulkinder ist St. Martin immer mit einem besonderen Ereignis verbunden: Sie bereiten die Geschichte von St. Martin als Theaterstück vor. Und das sollte – wenn auch vor kleinerem Publikum – auf jeden Fall stattfinden: So staunten die kleineren Kinder, wie St. Martin auf seinem Steckenpferd daher ritt und mit dem armen Bettler seinen Mantel teilte, während sich eine Horde Ritter im Wald tummelte.

Und so wird dieses St. Martin wohl als ein ganz Besonderes in Erinnerung bleiben!

Artikel Brühler Schlossbote

Kinder laufen mit Laternen durch den Wald

Spendenübergabe in Arbeitskleidung

Im Waldkindergarten Brühl bereitet man sich auf den Frühling vor: Obwohl noch nicht klar ist, wann der Kindergarten wieder öffnen kann, trafen sich am Samstag einige Familien zum Handwerkertag. Ein Regenwasserkanal war hoffnungslos verstopft und musste neu verlegt werden, der Keller entrümpelt, Dachrinnen gereinigt und das unmittelbare Gelände von Dornen und Efeu befreit werden.

Stefan Grathwohl von der Kreissparkasse Köln entschloss sich kurzerhand dabei zu sein. In diesem Rahmen überreichte er dem Kindergarten eine Geldspende von 1000 Euro: „Ich freue mich, die Arbeit des Waldkindergartens mit einer Spende der Kreissparkasse unterstützen zu können. Draußen sein, spielen, ganz nebenbei von der Natur lernen, ich finde das Konzept des Waldkindergartens absolut unterstützenswert. Außerdem finde ich es toll, mit welchem Engagement die Eltern hier bei der Sache sind. Dafür habe ich mein weißes Hemd und den Anzug zuhause gelassen und mit angepackt.“

Die Eltern hatten an diesem Tag noch einiges zu tun. Denn der Grund für das verstopfte Rohr war gar nicht so leicht zu finden. Erst musste ein langer Graben ausgehoben und später wieder verschlossen werden. Davon ließ sich aber keiner die Laune verderben. Im Gegenteil: Bei Grillwürstchen, Sonnenschein und fröhlich spielenden Kindern kamen am Mittag sogar erste Frühlingsgefühle auf. Schade nur, dass der Waldkindergarten nun vorerst seine Tore schließen muss. Aber wenn er voraussichtlich in einigen Wochen wieder öffnet, ist alles bestens vorbereitet und der Frühling kann wirklich kommen.

Mit Nistkästen gegen Raupen

Eichenprozessionsspinner hatten Brühler Ville-Wald im letzten Sommer immer wieder für Aufsehen gesorgt hatte, da die zahlreich an Eichen gefundenen Raupen des Schmetterlings für Menschen bei Hautkontakts eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen. „Im vergangenen Sommer konnten wir mit den Kindergartengruppen einige Plätze nicht aufsuchen, da der Befall so groß war, dass ein erstzunehmendes Gesundheitsrisiko vorlag“, so Silvia Förste, Erzieherin im Waldkindergarten.

Um die regelmäßig aufgesuchten Plätze vorbeugend zu sichern, installierten Kinder und Eltern des Brühler Waldkindergartens Brühl e.V. insgesamt 17 weitläufig verteilte Nistkästen im Waldgebiet rund um den Brühler Wasserturm., weitere 16 folgen noch. Die dort hoffentlich einnistenden Vögel haben die Raupen des Eichenprozessionsspinners nämlich zum Fressen gern und beugen so einer Ausbreitung der lästigen Raupen so auf ganz natürliche Weise vor.

„Eine großartige Aktion, die nicht nur Spaß gemacht hat, sondern hoffentlich auch dabei hilft, dass kleine und große Brühler Bürgerinnen und Bürger in Zukunft den Wald gefahrlos genießen können“, freute sich Vater Richard Mez, der als Kindergartenvater an der Aktion mitmachte.
Die in etwa drei Metern Höhe angebrachten und teilweise von den Kindern bemalten Nistkästen werden zukünftig von den Eltern in regelmäßigen Abständen gewartet und gereinigt.

Artikel Brühler Schlossbote 

Copyright by  Waldkindergarten Brühl e.V.