Abends, wenn es dunkel wird – genau so begann unser Martinsabend in diesem Jahr. Kurz vor 17 Uhr sammelten sich Kinder, Eltern und Freunde am Molcheplatz, Laternen in allen Farben leuchteten erwartungsvoll in der Dämmerung. Die Luft roch nach Herbst, und über allem lag dieses besondere Knistern, das nur der Martinstag in unseren Waldkindergarten bringt.

Nach einer herzlichen Begrüßung begann das Martinsspiel. Es war einfach so schön und berührend, wie die Luftkinder die Geschichte darboten – mit leuchtenden Augen, voller Eifer und Gefühl. Jeder hatte einen kleinen Part, durfte mutig etwas ins Mikrofon sprechen oder spielen – und das machten alle ganz wunderbar! Ganz still wurde es, als der Mantel geteilt wurde – ein Moment, der jedes Jahr aufs Neue berührt.

Dann hieß es: Laternen an, Stimmen gestimmt! Begleitet von unseren wunderbaren Musikern zog die bunte Lichterkette los – vom Molcheplatz hinüber zur Maiglerwiese. Unterwegs erklang immer wieder das Lied, das diesem Abend seinen Namen gibt:

Abends, wenn es dunkel wird,
und die Fledermaus schon schwirrt,
ziehn wir mit Laterne aus…

Und tatsächlich – als ob der Himmel selbst Teil unseres Zuges sein wollte, lugte plötzlich der Mond durch die Wolken, „wie ein Hauptlaternenmann“, der sich ja in diesen Tagen als Supermond der Erde so besonders nah gezeigt hatte, und tauchte den Weg in ein sanftes Licht. Zwischen Bäumen und funkelnden Laternen entstand eine magische Stimmung.

Auf der Wiese wurde noch einmal kräftig gesungen, gelacht und gestaunt. Danach ging es zurück zum Molcheplatz, wo schon der Duft von Weckmännern in der Luft lag. Es gab Getränke und kleine Snacks – und zur großen Freude aller fuhr St. Martin noch einmal auf dem Moped vorbei und winkte den Kindern zu.

Das Spiel der Lichter, das Klingen der Stimmen und die Wärme in all den Gesichtern – es war wieder einer dieser Abende, die man so schnell nicht vergisst.

Ein herzliches Dankeschön an das Festkomitee Mira, Max und Clara und an Feli, Kerstin und Katja, die diesen Abend mit so viel Herz vorbereitet haben, und natürlich an unsere Musiker, ohne die das Singen nur halb so schön wäre.

Und als wir schließlich nach Hause gingen, leuchteten noch einzelne Laternen im Dunkeln – wie kleine Sterne, die uns leise zuflüsterten:
„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne.“