Waldkindergarten Brühl : Rundum lebendig

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Der Einstieg in den Kindergarten ist für Kinder und Eltern ein aufregender Schritt. Das Kind muss sich von seinen bisherigen Hauptbezugspersonen trennen und neue Beziehungen zu bisher unbekannten Menschen zulassen. Damit diese Entwicklungsaufgabe gelingt, braucht das Kind vor allem in der Anfangszeit die Unterstützung seiner Eltern und der Erzieherinnen.

 

Elternbegleitet

Den ersten Abschnitt der Eingewöhnung verbringt das Kind mit einem Elternteil gemeinsam im Waldkindergarten. Das Kind kann so gestärkt durch Papa oder Mama in die neue Situation gehen, die Vielfalt der Eindrücke besser verkraften und offener den Erzieherinnen und Kindern begegnen. Im Beisein von Vater oder Mutter kann die Erzieherin zur Spielpartnerin und Kontaktvermittlerin werden.

Je nachdem, wie sich das Kind in den ersten Stunden im Waldkindergarten verhält und die Erzieherin erste Kontakte zum Kind knüpfen kann, wird die individuelle Verweildauer für die ersten Tage festgelegt und gemeinsam überlegt, wann die erste kurze Trennung vom Elternteil möglich scheint. Diese kurze Trennung gibt Auskunft darüber, wie das Kind die Trennung bewältigt. Funktioniert dies, kann die Dauer der Trennung (zu Beginn max. 30 Minuten) nach und nach verlängert werden. 

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind sich nach dem Abschied von den Eltern von der Erzieherin trösten lässt, Interesse an anderen Kindern und deren Aktivitiäten zeigt und zu spielen beginnt. Das kann bereits nach vier Tagen, aber auch erst nach vier Wochen oder später der Fall sein. 

Daher ist es wichtig, dass sich die Eltern so viel Zeit für Ihr Kind nehmen, wie es für die Eingewöhnung braucht. Wenn Eltern den Wiedereinstieg in den Beruf planen, ist es günstig, damit frühestens vier Wochen nach der Eingewöhnungsphase zu beginnen, damit das Kind in aller Ruhe in den Waldkindergarten starten kann und die Eltern nicht unter zusätzlichem Druck und Stress stehen.

 

Bezugspersonenorientiert

Jedes neu aufgenommene Kind bekommt zur Eingewöhnung "seine" Bezugserzieherin zur Seite gestellt, die - zumindest bis es voll integriert ist - seine vorrangige Ansprechpartnerin und Kontaktperson ist. Die Bezugserzieherin stimmt in der Eingewöhnungsphase täglich mit den Eltern ab, wie das weitere Vorgehen ist, führt mit den Eltern vor Beginn der Kindergartenzeit ein Erstgespräch, nach der Eingewöhnungszeit ein Eingewöhnungsgespräch und dann im jährlichen Rhythmus ein Entwicklungsgespräch.