Waldkindergarten Brühl : Rundum lebendig

Der Waldkindergarten Brühl ist seit dem Kindergartenjahr 2008/2009 auch für Kinder ab zwei Jahren geöffnet. Die pädagogischen Fachkräfte haben sich entsprechend über die Entwicklungsbesonderheiten von Zweijährigen informiert und den Alltag dahingehend strukturiert, dass er den Bedürfnissen aller Altersgruppen Rechnung trägt.

Im Waldkindergarten wird die Kindergruppe von drei pädagogisch ausgebildeten Fachkräften betreut. Jedes Kind hat eine feste Bezugserzieherin, die es als Bildungspartner im Wald begleitet. Sie nimmt sich Zeit für die Kinder, zeigt Interesse am gegenseitigen Verständnis, lockt Fragen hervor und bleibt keine Antworten schuldig. So fördert sie die Sprachentwicklung, die emotionale Ausdrucksfähigkeit und das Selbstbewusstsein und gibt der kindlichen Welt Struktur.

Kinder brauchen für eine positive und gesunde Entwicklung eine anregungsreiche Umgebung.

Diese bietet ihnen der Wald in Hülle und Fülle.

 

Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes im Waldkindergarten ist,

  • dass das Kind in der Lage ist, die zeitweilige Trennung von seinen Hauptbindungspersonen zu verkraften.
  • dass das Kind über eine altersgemäße körperliche Fitness und Konstitution verfügt.
  • Dass sich Eltern und Erzieherinnen in einen intensiven und offenen Austausch über das Kind begeben.

 

Kondition

Neben unserem Platz am Wasserturm besucht die Waldkindergartengruppe fünf attraktive und abwechslungsreiche Plätze im Wald, die in kurzer Laufdistanz zu erreichen sind. So kann jedes Kind sein individuelles Tempo nehmen und die Erzieherinnen können das Laufverhalten und die Kondition der Kinder kennen lernen, bevor sich die Gruppe zu den weiter entfernten Plätzen aufmacht. Erfahrungsgemäß erreichen die Kinder bereits nach kurzer Zeit im Waldkindergarten ausreichende körperliche Fitness und eigenen Ansporn sich gemeinsam mit den Wahlspielpartnern in der Gruppe im Wald zu bewegen.

 

Ruhepausen

Wenn die Gruppe zu den weiter entfernt gelegenen Plätzen aufbricht, nimmt sie einen Bollerwagen und einen zum Kinderwagen umgebauten Fahrradanhänger (den Schluff) mit. Hier können müde Kinder unnötigen Ballast (Rucksäcke und Jacken) loswerden und sich gemütlich durch den Wald schieben lassen. Im Schluff können jüngere Kinder auf dem Weg zum Waldplatz einen Zwischensnack einlegen, sich ins Lammfell einkuscheln, ein Schläfchen machen, eine Auszeit nehmen... und so Energie für die anschließende Entdeckungstour im Wald tanken.

Picknickdecke, Isomatten und Hängematten bieten den Kindern Ausruh- und Entspannungsbereiche im Wald. Für die kalte Jahreszeit hängt eine Schlafsackhängematte zum Aufwärmen und Schläfchen halten bereit.

Bei einstelligen Temperaturen frühstücken wir in unserer vom Ofen gewärmten Hütte (Waldemar) und bleiben in der Nähe unseres Platzes.

Kinder die für einen 35-Stunden Platz im Waldkindergarten angemeldet sind, können nach dem Mittagessen in unserem Bauwagen (Lotte) ein Mittagsschläfchen machen. Lotte wird im Winter beheizt und ist mit einer Liegewiese ausgestattet.

 

Kindgemäße Öffnungszeiten

In der Eingewöhnungsphase ist es wichtig, dass die Kinder möglichst jeden Tag kommen. Dafür ist für sie jedoch häufig eine kürzere Verweildauer ausreichend. Die Erzieherinnen stimmen gemeinsam mit den Eltern ab, welche Kindergartenzeit für das Kind optimal ist.

 

"Windelkinder im Waldkindergarten"

Die Aufnahme eines Kindes im Waldkindergarten ist unabhängig davon, ob ein Kind noch Windeln trägt oder nicht. Kinder die mit Windel den Waldkindergarten besuchen, werden im Wald nach ihrem individuellen Bedarf gewickelt. Im Bollerwagen wird eine Wickeltasche mitgeführt, in dem jedes Kind seine eigenen Wickeluntersilien hat. Wenn die Gruppe sich beim Bauwagenplatz aufhält, werden die Windeln bei Bedarf drinnen im beheizbaren Wickelbereich gewechselt.